01.11 – 26.11.2025
Nach den ersten Regenfällen, die sehr heftig waren, war alles in wenigen Stunden überschwemmt. Gott sei Dank ist das Wasser auch ziemlich schnell wieder abgeflossen. Die Olivenernte ist nun in vollem Gange und es macht mir großen Spaß, dabei zu helfen. Netze werden ausgelegt, wobei wir aufpassen müssen, dass die kleine Bruna nicht ständig unter den Netzen verschwindet.

Äste und Zweige werden abgeschnitten, und in mühevoller Handarbeit müssen die Oliven abgepflückt und abgeschüttelt werden. Die Stöcke, unsere Hilfsmittel, werden ständig von den Hunden weggeschleppt und zum Spielen verwendet.



Dieses Jahr wird es wohl eine gute Olivenernte werden. Was aber noch nichts über die Qualität der Oliven aussagt. Nachdem die Oliven aufgesammelt wurden, muss man sie erneut in die Hand nehmen , um sie von Blättern und Stielen zu befreien.


Es ist wirklich viel Handarbeit und zieht sich über Stunden,Tage und Wochen hin, bis alle Bäume abgeerntet sind. Danach kommen die Oliven zum Trocknen in Säcke und werden zu den Olivenmühlen gefahren. Je nach Qualität benötigt man zwischen 5 und 12Kg Oliven, um einen Liter Olivenöl zu bekommen. Die ganze Handarbeit erklärt auch den relativ hohen Preis von erstklassigem „Extra Native Olivenöl.“ Das ausschließlich durch mechanische Verfahren gewonnen wird. Es darf, um sich so zu nennen nur einen Säuregehalt von max.0,8% enthalten. Der fruchtige, leicht bittere und oft etwas scharfe Geschmack, ist das typische Merkmal von gutem Olivenöl. Die satte grüne Farbe ist ebenfalls ein Qualitätsmerkmal. Zum Braten oder Kochen eigentlich viel zu schade. Pur, mit frischem Brot, einfach ein Gedicht.

Und da wir gerade beim Essen sind, der Bolo Rei oder auch Königskuchen genannt, ist eine portugiesische Weihnachtstradition, die symbolisch die Geschenke der heiligen drei Könige darstellt. Er wird in der Weihnachtszeit von Dezember bis zum Dreikönigstag gegessen. Der süße Hefekranz enthält neben viel Zucker, Mandeln und Nüssen, auch noch jeder Menge kandierter Früchte.

