Ein Sonnenschutz muß her

10.10.2021

Wir haben uns eine neue Konstruktion gebaut. Als Sonnenschutz und/-oder Insektenschutz. Den Stoff kann man, wenn hinten die Stange ab ist ganz leicht abziehen und dann das Gestell in den Dachgepäckträger reinschieben. Die Längsschienen sind Edelstahl und die Querschiene ist Alu. Alles zusammen mit Näharbeiten für 50€.

Jetzt ist es möglich nachts die Sterne zu beobachten ohne gestochen zu werden und außerdem wenn es zu warm ist können wir beim schlafen die Türen offen lassen. Wurde gestern getestet. Es kam keine Mücke durch.

Technical Service

26.07.2021

Waren letzte Woche beim TÜV in Dakar. Um 9 Uhr hatten wir Termin. Das bedeutet wir waren um 6 Uhr da und vor uns standen bestimmt schon 50 Autos. Kommst du erst um 9, dann bist du vor Nachmittags nicht dran.

Das Equipment wie Bremsenprüfstand usw. kommt aus Deutschland. 

Der HZJ hat alles ohne Mängel bestanden. 

Im Senegal muß man einmal im Jahr zum TÜV. Abgastest gibt es nicht. Man bekommt, wenn bestanden, 2 Plaketten. Eine für die Frontscheibe und eine für die Zulassung. Der TÜV kostet 14€. Wir schätzen das 70-80% der Autos im Senegal nie den TÜV bestehen würden. Wie machen die das wohl? Es wird auch auf der Straße von der Polizei oft der TÜV kontrolliert. 

Erfahrungsbericht Hippo Junior

11.07.2021

Jetzt sind wir seit einigen Wochen unterwegs unter anderen waren wir 2 Wochen in Guinea-Bissau wo wir durch einen Nationalpark gefahren sind. Dort waren die Pisten teilweise schon extrem schwierig. Danach sind wir viele Kilometer im Senegal durch Wälder gefahren. Als Ergebnis können wir feststellen das der Toyota schon eine geile Karre ist. Trotz fehlender Sperren, Serienfahrwerk und dazu keine allzu großen Räder, sind wir überall durch gekommen. Einmal ging das Wasser über die Motorhaube, alles kein Problem. Der Motor ist absolut überzeugend. Durch den großen Hubraum hat er soviel Kraft das der Toyota, selbst mit Straßenbereifung, nie Probleme machte. Was uns am meisten begeistert ist der geringe Verbrauch. Wir haben jetzt einige Male getankt und der Verbrauch lag immer um die 10Liter. Vielleicht liegt es auch daran das wir sehr langsam unterwegs sind. Dadurch kommen wir mit dem serienmäßigen 130Liter Tank sehr weit.

Vor ein paar Tagen hatten wir noch die Gelegenheit das Auto wiegen zu lassen. Waren sehr gespannt,  da wir nicht wussten wie schwer der Toyota mit dem Ausbau und unseren kompletten Inventar wirklich ist. Immerhin leben wir Vollzeit darin und da kommt schon einiges zusammen. Die Waage hat, inklusive Anja und Hund aber ohne Jörg 3420kg angezeigt. Der Tank war halb voll, Wasservorrat war voll.

In der nächsten Zeit kommt noch eine Seilwinde + Hilift dazu. Ca.45kg. Also noch knapp im grünen Bereich. Trotzdem wollen wir versuchen noch einiges an Gewicht einzusparen. Mal sehen was noch rausfliegt. 

Auspuff und Felgen ändern

Wir haben noch die Auspuffanlage geändert. Leider gibt es hier kein Edelstahl. Also zum hiesigen Stahlbauer und die Anlage umbauen. Hat ganz gut geklappt. Wir hatten zuerst Bedenken, dass etwas Leistung eingebüßt würde, da der Durchmesser von den neuen Auspufftöpfen etwas kleiner ist. Hat sich aber nicht bestätigt. Der Sound ist gut, nicht zu laut und das Flexrohr müsste auch gut die Motorschwingungen ausgleichen. 


Die Felgen wollten wir noch ändern und hatten andere bestellt. Aber wie das so ist in Afrika, man bekommt trotz Absprache 3x 7 Zoll und 1x 6 Zoll. Auf Nachfrage schauen die dich mit großen Augen an. Wieso, die passen doch dran. Von Einpresstiefe haben die noch nie was gehört. Bei nächster Gelegenheit versuchen wir dann wieder die 3 Felgen auszutauschen. Mal sehen was wir dann bekommen.

Kennst du das Spiel Tetris?

07.04.2021

Die letzten Arbeiten sind in Gange und wir haben immer noch neue Ideen. Der Schneider hat uns die Polster und die Innentaschen für die Fenster genäht. Er ist an unseren Vorgaben fast verzweifelt. Mit Hilfe von Anja hat er es dann doch hinbekommen. Die Fenstertaschen waren keine leichte Aufgabe für ihn. Die Stauboxen mit den Solarpanelen sind auf dem Dach. Die Sandbleche wurden gekürzt und angepasst. Die Lithiumakkus inklusive Wechselrichter usw. sind installiert. Es funktioniert alles einwandfrei. Zum Abend konnte wieder auf dem Induktionsfeld gekocht werden. Im Motorraum gibt es nun keine Batterien mehr. Hier haben wir Platz für Werkzeugboxen, Kompressor usw. geschaffen.

Wir haben die vier Lithium Batterien komplett aus dem LKW übernommen. Es sind Valence Akkus und eine hat 138AH. Also haben wir Strom ohne Ende, daher auch die Idee die Batterie im Motorraum einzusparen. Die Batterien können über Bluetooth abschaltet werden. Für das Frischwasser haben wir innen 9x 5 Literkanister + optional 2x 20Liter auf dem Dach. Wir sind komplett von Tank, eingebautem Filtersystem und Druckpumpe weggegangen. Als Wasserfilter haben wir uns den Guardian Purifier zugelegt. Der kann auch mal zum Wandern mitgenommen werden. Innen haben wir viel Stauraum geschaffen und es ist sehr gemütlich geworden. Je einfacher desto besser.

Der Umzug:

Jeder der schon mal von einem Haus in eine Wohnung gezogen ist, weiß was wir jetzt durchmachen. Bei uns geht es quasi vom Apartment in die Besenkammer. Und immer wieder fragen wir uns, was darf mit und was nicht.

Was IHM wichtig ist, ist IHR unwichtig. Was SIE will, mag ER nicht.

Also wird eingeräumt, wieder ausgeräumt und weil es so schön ist, wieder eingeräumt. Die Staufächer werden unzählige Male gefüllt und geleert. Wir versuchen eine optimale Nutzung herauszufinden. Wir spielen Tetris. Und das über mehrere Tage. Es ist sehr anspruchsvoll das nächste Level zu erreichen. Wo ist der beste Platz für den Kaffee? Welche Ladekabel braucht man jeden Tag? Kann man Zwischenräume in den Kisten besser nutzen? Unzählige Fragen. Am besten einfach mal Inne halten und Lachen. Und wieder zum Anfang. Alles raus, umsortieren und alles wieder rein.

Nach endlosen Tagen von Aufräumen und Reduzieren haben wir unser Ziel endlich erreicht. 

Eine Kiste kommt selten allein

Als nächstes kam die Bodenplatte aus Sperrholz rein.
Ein Separfilter ,sowie die 2 KW Plana-Heizung wurden eingebaut. 

Der Innenausbau ging zügig voran. Wir haben uns für Aluminiumbeschichtete Kunstoffplatten in Silber Metallic entschieden. Diese lassen sich ganz gut mit der kleinen Makita Kreissäge bearbeiten. Bei den Aluminium Profilen war es nicht ganz so einfach. Ohne dem entsprechenden Werkzeug ist es schwierig alles 100 prozentig genau anzupassen. Aber für Arbeiten im Busch mit einfachster Ausstattung ist es ganz gut gelungen.

Die Staukisten auf dem Dach wurden aus dem gleichen Material gefertigt. Wir überlegen noch, ob wir sie auch Grün lackieren. Eine Kiste wurde 1,40 x 1,20 x 0,20 m und die andere 1,40 x 0,60 x 0,20m. Darauf kommen dann die Solarpanele zum Hochstellen. Wenn alles gut gerechnet ist, haben wir mit etwas Luft aus den Reifen lassen, die Tor-Durchfahrtshöhe vom Container. 

Die Polster fertigen wir aus 5 cm dickem Schaumstoff.

Ein Dachgepäckträger muß her.

05.03.- 07.03.2021

Warum kaufen, wenn man ihn selber bauen kann. Mit dem ortsansässigen Schlosser baut Jörg die Halterung für den Dachgepäckträger.

Doppelt verstärkt und geschweißt, sollte alles gut halten. Zum Schutz vor Korrosion werden die 8 Halter noch lackiert. 

Hippo Junior

12.02- 28.02.2021

So wie versprochen wird es jetzt mal Zeit über unser neues Projekt zu berichten.

Ein Toyota HZJ 76 hat den Weg zu uns gefunden. Aber erst einmal der Reihe nach. Ein lieber Freund machte uns im Internet darauf aufmerksam, dass das Fahrzeug in Dakar steht. Ehrlich gesagt, denken wir schon länger über etwas kleineres nach. Warum nicht mal anschauen. Also buchte Jörg einen Flug von Cap Skirring nach Dakar. Der Flieger braucht grad mal 50 Minuten. Mit Hippo hätten wir um Gambia herum fahren müssen, und drei Tage gebraucht. Während Jörg den Ausflug nach Dakar und Umgebung nutzt, um gleich unsere Freunde und Bekannten zu besuchen, und viele andere Angelegenheiten regelt, muß Anja Auto und Hund in Kabrousse hüten.
Der HZJ ist schnell besichtigt. Das Fahrzeug ist für seine elf Jahre in sehr gutem Zustand. Kein Reparaturstau und kein Rost. Nicht lange überlegt und gekauft.

Bis hier war es ja einfach.

Nun folgt die Ummeldung. Wer schon mal ein Auto in Deutschland umgemeldet hat, weiß bestimmt das man beim Straßenverkehrsamt etwas Zeit mitbringen muss. Hier sind wir in Afrika. Das Ummelden eines Fahrzeuges ist im Senegal sehr schwierig. Man wird von einem Büro ins nächste geschickt und hat jedesmal sehr lange Wartezeiten.Deswegen hat Jörg entschieden, die Ummeldung von jemanden machen zu lassen, der sich damit auskennt. Und trotzdem hat die ganze Prozedur noch 3 Tage gedauert. Nur gut, dass wir die Nummernschilder behalten konnten.

Jörg besorgt noch auf einem riesigen Teile-Markt zwei gute gebrauchte Sitze. Die alten waren nicht so bequem. Ach ja, man muss auch noch sowas wie TÜV machen. Hier genannt Technical Service. 

Interessanterweise muß im Senegal jedes Auto einmal im Jahr zum Technical Service. Nur wird wahrscheinlich nicht viel überprüft, so wie die Fahrzeuge hier zum Teil rum fahren. Nach dem TÜV bekommt man je einen Aufkleber an die Frontscheibe und in den Fahrzeugschein. 

Nach einer Woche endlich wieder in Kabrousse angekommen, steht der HZJ, genannt Hippo Junior, nun wie es sich für ein Buschtaxi gehört, an unserem Stellplatz im Busch.

Jetzt machen wir uns an den Ausbau. Der Toyota wird teilweise demontiert und mit neuer Farbe versehen. Im nahen Baumarkt finden wir, wie wir hoffen, einen hochwertigen Lack, der auch für Boote eingesetzt wird.


Das Buschtaxi wird in einem dunklen Grün lackiert und hebt sich kaum noch von seiner Umgebung ab.