Nach einem kurzen Aufenthalt auf Teneriffa ist das nächste Ziel schon in Sichtweite.
„La Palma“
Die Überfahrt mit der Fähre dauert ca.2,5 Stunden.
Hier hatten wir keine Chance. Der Hund musste in eine der Hundeboxen, die sich auf Deck befinden.
Damit es schöner klingt, wird es auch das Hundezimmer genannt. Das Personal bringt frisches Wasser. Dexter findet die Box etwas suspekt und damit er nicht noch mehr Angst bekommt, platziere ich mich während der gesamten Überfahrt einfach neben ihm. Im Schneidersitz, mit dem Rücken an die Box gelehnt genießen wir die ruhige Überfahrt. Wie schön, alle sind entspannt.
In Los Llanas können wir eine längere Zeit bei einem Freund wohnen. Das Appartement bietet einen wunderschöne Aussicht. Und wenn man den Kopf ein wenig nach links dreht, kann man auch das Meer sehen.
Die erste längere Wanderung steht an. Ein recht steiler Weg führt an den wunderschönen Drachenbäumen vorbei, hinunter ins Tal zu den alten Höhlen, die früher von den Ureinwohnern bewohnt wurden.
Eine Höhle wird auch jetzt noch bewohnt. Laute Musik steigt zu uns hinauf.
Die alte Mühle beherbergt heute ein winziges Museum.
Weiter geht es nach Las Tricias. Im Restaurant „Camu Camu“ machen wir eine Mittagspause. Man wird nicht nur mit einer wunderschönen Aussicht, sondern auch mit hervorragendem Essen belohnt.
Die Fähre nach Teneriffa soll am 07.08 um 23.59 Uhr starten. Nachdem alles beladen ist, legt die Fähre um ca. 2 Uhr morgens endlich ab. Da ich Dexter nicht in einen Käfig setzen wollte, entstanden etwas höhere Kosten für eine Kabine, wo Haustiere erlaubt sind. Was sich im Nachhinein als Glücksfall herausstellte. 36 Stunden auf einem Schlafsessel auszuhalten, während der Hund in einem Käfig ist, währe bestimmt nicht so prickelnd gewesen. Aber so, hatten wir eine schöne Kabine, wo auch der Hund schlafen konnte. Die dortige Klimaanlage und die eigene Dusche, haben sich bei den heißen Temperaturen sofort bezahlt gemacht. Vollpension inklusive.
Den Hund konnte man auf dem sogenannten Hundedeck ausführen. auf einer Kunstwiese durfte er dann sein Geschäft machen. Überall riecht es ein wenig Streng. Es hat alles bestens funktioniert. Die meisten Hundebesitzer treffen sich mit ihren Hunden immer zur selben Zeit. Bald entstand eine kleine Spielgruppe für die Vierbeiner.
Am 09.08 erreichen wir den Hafen von Teneriffa. In San Cristobal de la Laguna finden wir einen gutes indisches Restaurant.
La Orotava ist ein kleines beschauliches Örtchen mit vielen historischen Gebäuden.
Auch Garachico ist sehenswert. Ein kleiner Garten mit seinen Schattenplätzen lädt zum Verweilen ein.
Der Teide ist der größte Berg auf Teneriffa. Das Plateau sollte man auf jeden Fall mal besuchen. Hier gibt es viele Naturcampingplätze, die nichts kosten. Da die Anzahl an Stellplätzen hier im Naturschutzgebiet auf ein paar begrenzt ist, muss man sich über eine App bei der Forstverwaltung registrieren. Aber es lohnt sich. Hier kann man tolle Wanderungen unternehmen.
Während der Teide mit seinen Wanderungen lockt, ist der Süden von Teneriffa die touristische Hochburg. Die ganze Küste ist hier mit Hotelanlagen zugebaut. Obwohl der größte Teil Teneriffas als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, kommt es gerade an den beliebtesten Stränden immer wieder zu Schließungen von Strandabschnitten. Der Grund ist leider nicht so erfreulich. Immer wieder werden Fäkalien ins Wasser geleitet. Die Bußgelder, die hier anfallen, werden gerne in Kauf genommen, da es immer noch günstiger ist, als Kläranlagen zu bauen. 7 wunderschöne Strandabschnitte sind derzeit mal wieder gesperrt.
Die Fahrt von Frankreich nach Spanien verlief wenig spektakulär. Wir fanden schöne und weniger schöne Übernachtungsplätze. Einen wunderschönen Platz findet man in Pont les Moulins.
Gott sei Dank blieben wir bei den Übernachtungen in Bordeaux und später bei Sant Sebastian in Spanien von den dortigen schlimmen Waldbränden verschont. In der Nähe von Bordoux wollten wir uns mit Bekannten treffen. Wie sich herausstellte hatten wir den falschen Campingplatz gemietet. Nur 6 km von den Bekannten entfernt, auf einem Familiencamingplatz mit viel Trubel.
Dafür ist der Strandabschnitt hier sehr schön.
Eine Übernachtung mußten wir zähneknirschend und bellend akzeptieren. Am nächsten Tag haben wir schnell den anderen Platz gebucht und die Bekannten besucht.
Weiter ging es dann nach Sant Sebastian in Spanien und im Landesinneren an der Grenze zu Portugal runter nach Huelva.
Tordesillas ein kleiner Ort mit interessanten Bauwerken.
Valverde del Fresno hat einen schönen natürlich belassenen Campingplatz und nicht weit davon entfernt befindet sich ein aufgestautes Naturschwimmbad.
Fuenteheridos liegt ca. in der Mitte von Spanien und ist ein wunderschöner Ort. Hier entspringt eine Quelle und es gibt ein wunderbares veganes Restaurant. Das“Veg and Veg“. Die Betreiber sind so herzlich und kochen mit einer Hingabe, wie man sie nur selten findet, auch Hunde sind hier sehr willkommen.
Dexter bekam seine eigene Flasche Wasser, wohl temperiert, nicht zu warm und nicht zu kalt. Uns wie man sieht, es freut ihn sehr.
Nach einigen Tagen kommen wir in Huelva an. Der letzte Campingplatz auf dem Festland ist schon etwas in die Jahre gekommen, sehr teuer, aber für eine Übernachtung ganz OK. Ein Camper hat sich im wahrsten Sinne seinen Kühlschrank mitgebracht. Man muss halt Prioritäten setzen.
Bei den ganzen Zahnarztterminen bleibt noch Zeit für ausgiebige Wanderungen. Und so folgt ein Besuch von Schloss Lichtenstein. Das Schloss wird auch als Märchenschloss von Württemberg bezeichnet. Es wurde über die Zeit bei einigen Kriegen zerstört, dann 1802 als Forst-und Jagthaus von dem späteren König Friedrich I. von Württemberg auf der alten Burgruine wieder aufgebaut und als Forsthaus genutzt. Im 19. Jahrhundert entstand im Zuge der Romantik ein großes Interesse am mittelalterlichen Rittertum. Als Wilhelm Hauff 1826 seinen Roman Lichtenstein veröffentlichte, nahm Wilhelm Graf von Württemberg diesen Roman zum Anlass, dass Schloss nach den Romanvorlagen in den Jahren 1840-1842 wieder neu aufzubauen.
Um das Schloss führt ein schöner ca.12 km langer Wanderweg durch die umliegenden Wälder, über Wiesen und an Feldern vorbei. Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Jetzt ist aber erst mal wieder genug von Deutschland. Das war vorerst die letzte Wanderung hier. Die Zahnarzttermine sind weitgehend abgeschlossen und am 27.06 geht die Fahrt wieder Richtung Frankreich.
Um Zahnarzttermine zu bekommen, sollte man schon einiges an Zeit mitbringen. Und so verlängert sich der Deutschlandaufenthalt um ein Vielfaches, als es vorher geplant war.
Zeit zu planen bedeutet nicht, das Leben festzuhalten, sondern ihm bewusst Raum zu geben, damit das Wesentliche seinen Platz finden kann. In diesem Fall halt die Zahnbehandlung mit mehreren Terminen. Und so fahren wir nach einiger Zeit, die wir bei der Familie verbracht haben, zunächst einmal auf die Schwäbische Alb, einen Freund und dessen Familie besuchen.
Eine Zimmerrenovierung steht an, wo ich mich tatkräftig mit einbringen kann. Nachdem der alte Teppichboden rausgerissen wurde, der bestimmt schon 20 Jahre auf dem Buckel hatte, verlegen wir OSB-Platten. Nach dreimaligem Schleifen und Versiegeln mit Parkettlack kann sich der Boden sehen lassen.Die neuen sonnenblumengelben Vorhänge verleihen dem Raum Gemütlichkeit.
Ein alter dunkler Eichenschrank hat es mir angetan. Aber dieses schwere und dunkle Holz benötigt eine Überarbeitung. Ich streiche den Schrank 2x mit heller Kreidefarbe und versiegele ihn mit Antikwachs. So in Form gebracht, bekommt er ein neues Leben. Und sieht wieder wunderschön aus.
Bei den ganzen Renovierungsarbeiten bleibt genügend Zeit, die Schwäbische Alb und ihre schönen Wanderwege zu erkunden. Albstadt und Umgebung, sowie Tübingen laden dazu ein. Überall blüht es nun und die Wanderungen bringen viel Spass.
Eine Wanderung führ in die Nähe der Burg Hohenzollern.
Beim Kloster Margrethausen in Albstadt kann man in eisigem Wasser kneipen und den Klostergarten mit seiner tollen Aussicht genießen.
Auf einer Parkbank entdecken wir ein „Albmonschterle“
In Albstadt-Eblingen treffen wir die „Xingles“. Fünf lustige, farbenfrohe, moderne Skulpturen des Lautlinger Künstlers Ernst.Reinhart Böhling.
Eine Tour führt uns zum Nägelehaus und dem Raichbergerturm.
Nach den Wanderungen findet Dexter ein schönes Plätzchen zum Ausruhen.
Eine weitere Sehenswürdigkeit unweit vom Nägelehaus ist der Hangende Stein auf dem Raichberg. Er liegt direkt am Albtrauf und ist für seine riesigen geologischen Randklüfte bekannt.
Auch hier hat sich das Albmonschterle schon vor uns wieder nieder gelassen.
Tübingen, die Studentenstadt, sollte man sich unbedingt mal anschauen. Es gibt ein riesiges Angebot an Seconhand-Läden und veganen Restaurants. Die Altstadt mit ihren unzähligen Fachwerkhäusern lockt zudem viele Besucher an.
Auch eine schöne Zeit in Alcalali geht mal zu Ende. Sarah und Tobi haben mir einen spontanen Besuch abgestattet. Warum, erzähle ich später. Zusammen fahren wir nach Alicante. Spazieren an der Promenade, schauen uns die Altstadt an, Frühstücken in einem kleinen Straßencafé und am Mittag gibt es indische Spezialitäten. Ich bringe die beiden noch Richtung Flughafen, da Sonntagmorgens ihr Flug zurück nach Deutschland geht.
Für mich geht es nach Alcalali zurück und ich möchte auch noch den kleinen Ort Parcent besuchen.
Ich treffe mich anschließend mit einer Freundin in der Pasteleria D&L in Teulada. Wir quatschen vergessen die Zeit und verabschieden uns erst, als das Café um 16 Uhr schliesst.
Nun geht es nach Valencia. Ein paar Besorgungen machen und noch kurz die Stadt anschauen.
Den nächsten Stop habe ich ca.15 min außerhalb von Gandia auf einem tollen Campingplatz geplant. Sind nur ca. 60 km von Alcalali entfernt.
Er liegt eingebettet inmitten der Berge und bietet hervorragende Möglichkeiten Kletter-und Wandertouren zu unternehmen. Ich beschränke mich dann lieber auf die Wandertouren. Klettern mit 18kg Hund im Rucksack kommt für uns beide nicht in Frage.
Natürlich finde ich auch Zeit mir Gandia genauer anzuschauen. An der Promenade kann man kilometerweit laufen. Leider sind wie fast überall in Spanien Hunde an den normalen Badestränden verboten.
Aber es gibt wunderbare Hundestrände. Wo man seinen Vierbeiner auch ohne Sorge von der Leine lassen kann. Herumtollen im Sand, findet Dexter einfach Klasse.
Als ein Gewitter aufzieht, machen wir uns schleunigst aus dem Staub.
Auch bei den schönsten Wandertouren begegnet man immer wieder der Gedankenlosigkeit mancher Menschen.
Nach anderthalb Wochen auf dem Camingplatz geht es wieder nach Valencia. Diesmal will ich einen guten, lieben Freund vom Flughafen abholen. Zusammen fahren wir nach Oropesa del Mar.
Auch hier muss man feststellen, dass fast die gesamte Küste von Spanien mit Hotels und Ferienanlagen zugebaut ist. Also ein super touristischer Ort. Zum Glück ist noch keine Saison. Viele Restaurants und Bars haben noch geschlossen. Nicht auszudenken, wie es hier zur Hauptsaison aussieht.
So können wir in aller Ruhe Ort und Umgebung erkunden. Nach ein paar Tagen sind wir uns einig, es ist kein Ort wo wir uns länger als eine Woche aufhalten wollen. Für viele Urlauber ist es bestimmt das höchste, aus dem Hotelzimmer quasi an den Strand zu fallen, sich in der Sonne tagelang braten zu lassen, um dann abends von einer Bar zur anderen zu ziehen, für uns jedoch nicht.
Wir fahren weiter nach El Palmar, ein kleiner Ort mit ca. 800 Einwohnern, mindestens 30 Restaurants und einer tollen kleinen Bäckerei.
Die ganze Umgebung ist für ihren Reisanbau und die gute Reisqualität bekannt.
Natürlich darf dann Paella nicht fehlen. Von der Gemüsepaella, die in meinen Augen die Beste ist, die ich je gegessen habe, kann ich gar nicht genug bekommen. Also wird am zweiten Tag dieses hervorragende Restaurant nochmal aufgesucht und.., da man bei guter Qualität keine Kompromisse machen sollte, gibt es das gleiche Gericht ein zweites mal. Und ich finde, dass die Paella noch besser schmeckt als beim ersten mal.
Bevor es wieder nach Valencia zum Flughafen geht, besuchen wir noch ein Naturschutzgebiet. Ein wunderschöner Ort um Vögel zu beobachten.
Mein Plan war es weiter nach Barcelona zu fahren, doch ein Zahn rät mir schleunigst einen Zahnarzt aufzusuchen. Da eh ein Heimatbesuch bei Familie und Freunden geplant ist, beschließe ich Deutschland auch zum Zahnarztbesuch zu nutzen. Sage Barcelona Ade und fahre weiter nach Frankreich. In Narbonne genießen wir die schöne Gegend,
und in Burnhaupt-le-Bas möchte Dexter einen Fahrerwechsel und auch mal an das Steuer. Was ich natürlich nicht erlauben kann, da er ja erst drei Jahre alt ist und noch keinen Führerschein besitzt.
Wieder zurück in Deutschland, gibt es noch einen schönen Sonnenuntergang.
Anfang des Jahres wurde Portugal von einer Reihe heftiger Sturmtiefs heimgesucht, die für schwere Schäden, Überschwemmungen und einige Todesopfer sorgten. Erst Kristin und dann Leonardo sorgten für Schäden in Millionenhöhe.
Kaputte Straßen und abgeknickte Bäume haben mir die Abreise nicht grade vereinfacht. Nach zwei heftigen Tagen mit Hagel und niedrigen Temperaturen sind wir doch noch heil in Spanien angekommen. Nach einem kurzen Zwischenstop in Badajoz, ging es weiter nach Benissa.
Dort habe ich den Leihwagen abgegeben und in einem wunderbaren kleinen Café den wohl besten Apfelkuchen seit langem gegessen.
Außerhalb von dem kleinen Ort Alcalali
passen wir auf eine kleine Finca von Freunden auf. Leider gibt es hier keinen Strom, und so mache ich mich jeden Tag auf den Weg nach Xaló, um mein Equipment aufzuladen. Nach ein paar Tagen bin ich schon bekannt in dem Ort, und ohne zu fragen stellt mir die immer gut gelaunte Cafebesitzerin meinen Kaffee Americano auf den Tisch. Wie cool ist das denn.
Nachdem es auch hier heftige Winde gab, wird das Wetter besser und die Temperaturen klettern schnell auf 20 Grad. Überall fängt es zu blühen an. Die winzigen, kaum einen halben Zentimeter großen Blüten, strecken der Sonne ihre Köpfchen entgegen.
Auch die Mandelbäume stehen bereits in Blüte, und verzaubern mit ihrer Pracht die schön angelegten Wanderwege.
Leider sind zur Zeit die Raupen des Kiefernprozessionsspinners wieder sehr aktiv. Die feinen, giftigen Haare können Hautreizungen und Allergien bis hin zu schweren Entzündungen bei Mensch und Tier auslösen. Also heißt es, doppelt so viel aufpassen.
Nach langer Dunkelheit gibt es einen wunderschönen Sonnenaufgang.
Und weil der Tag so gelungen war, auch noch einen sehr farbenfrohen Sonnenuntergang.
Wie das Jahr 2025 endete, so fängt das Jahr 2026 wieder an. Mit 1-stelligen Temperaturen und viel Regen. Die Tage, wo der Regen mal eine Pause einlegt, kann man an weniger als einer Hand abzählen.
Kalter Nebel steigt über den Wäldern auf.
Im Gegensatz zu mir, freuen sich die kleinen Molche über nasse Füße. Ein schönes Exemplar ließ sich dann im Dunkeln auch noch „einigermaßen“ gut fotografieren, obwohl es sehr schnell unterwegs war.
Unterwegs ist ein gutes Stichwort. Der Rucksack ist gepackt und bald geht es für uns auch wieder weiter.
Und was nimmt man außer seinen Rucksack noch mit auf Reisen? Natürlich all die schönen Augenblicke, die man in seinem Herzen verankert hat, genauso wie die lieb gewonnenen Menschen, mit ihren kleinen Attitüden und spannenden Geschichten, die es immer wieder schwer machen einen Platz zu verlassen. Geschichten, die sich im Lauf der Zeit mit den Eigenen verbinden und zu neuen noch umfangreicheren Erzählungen und Erlebnissen werden.