Zahnarzttermin in Deutschland

03.04- 12.06.2026

Um Zahnarzttermine zu bekommen, sollte man schon einiges an Zeit mitbringen. Und so verlängert sich der Deutschlandaufenthalt um ein Vielfaches, als es vorher geplant war. 

Zeit zu planen bedeutet nicht, das Leben festzuhalten, sondern ihm bewusst Raum zu geben, damit das Wesentliche seinen Platz finden kann. In diesem Fall halt die Zahnbehandlung mit mehreren Terminen. Und so fahren wir nach einiger Zeit, die wir bei der Familie verbracht haben, zunächst einmal auf die Schwäbische Alb, einen Freund und dessen Familie besuchen.

Eine Zimmerrenovierung steht an, wo ich mich tatkräftig mit einbringen kann. Nachdem der alte Teppichboden rausgerissen wurde, der bestimmt schon 20 Jahre auf dem Buckel hatte, verlegen wir OSB-Platten. Nach dreimaligem Schleifen und Versiegeln mit Parkettlack kann sich der Boden sehen lassen.Die neuen sonnenblumengelben Vorhänge verleihen dem Raum Gemütlichkeit.

Ein alter dunkler Eichenschrank hat es mir angetan. Aber dieses schwere und dunkle Holz benötigt eine Überarbeitung. Ich streiche den Schrank 2x mit heller Kreidefarbe und versiegele ihn mit Antikwachs. So in Form gebracht, bekommt er ein neues Leben. Und sieht wieder wunderschön aus.

Bei den ganzen Renovierungsarbeiten bleibt genügend Zeit, die Schwäbische Alb und ihre schönen Wanderwege zu erkunden. Albstadt und Umgebung, sowie Tübingen laden dazu ein. Überall blüht es nun und die Wanderungen bringen viel Spass.

Eine Wanderung führ in die Nähe der Burg Hohenzollern.

Beim Kloster Margrethausen in Albstadt kann man in eisigem Wasser kneipen und den Klostergarten mit seiner tollen Aussicht genießen.

Auf einer Parkbank entdecken wir ein „Albmonschterle“

In Albstadt-Eblingen treffen wir die „Xingles“. Fünf lustige, farbenfrohe, moderne Skulpturen des Lautlinger Künstlers Ernst.Reinhart Böhling.

Eine Tour führt uns zum Nägelehaus und dem Raichbergerturm.

Nach den Wanderungen findet Dexter ein schönes Plätzchen zum Ausruhen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit unweit vom Nägelehaus ist der Hangende Stein auf dem Raichberg. Er liegt direkt am Albtrauf und ist für seine riesigen geologischen Randklüfte bekannt.

Auch hier hat sich das Albmonschterle schon vor uns wieder nieder gelassen.

Tübingen, die Studentenstadt, sollte man sich unbedingt mal anschauen. Es gibt ein riesiges Angebot an Seconhand-Läden und veganen Restaurants. Die Altstadt mit ihren unzähligen Fachwerkhäusern lockt zudem viele Besucher an.

Paella mit Lust auf mehr 

22.02 – 02.04.2026

Auch eine schöne Zeit in Alcalali geht mal zu Ende. Sarah und Tobi haben mir einen spontanen Besuch abgestattet. Warum, erzähle ich später. Zusammen fahren wir nach Alicante. Spazieren an der Promenade, schauen uns die Altstadt an, Frühstücken in einem kleinen Straßencafé und am Mittag gibt es indische Spezialitäten. Ich bringe die beiden noch Richtung Flughafen, da Sonntagmorgens ihr Flug zurück nach Deutschland geht.

Für mich geht es nach Alcalali zurück und ich möchte auch noch den kleinen Ort Parcent besuchen.

Ich treffe mich anschließend mit einer Freundin in der Pasteleria D&L in Teulada. Wir quatschen vergessen die Zeit und verabschieden uns erst, als das Café um 16 Uhr schliesst.

Nun geht es nach Valencia. Ein paar Besorgungen machen und noch kurz die Stadt anschauen.

Den nächsten Stop habe ich ca.15 min außerhalb von Gandia auf einem tollen Campingplatz geplant. Sind nur ca. 60 km von Alcalali entfernt.

Er liegt eingebettet inmitten der Berge und bietet hervorragende Möglichkeiten Kletter-und Wandertouren zu unternehmen. Ich beschränke mich dann lieber auf die Wandertouren. Klettern mit 18kg Hund im Rucksack kommt für uns beide nicht in Frage.

Natürlich finde ich auch Zeit mir Gandia genauer anzuschauen. An der Promenade kann man kilometerweit laufen. Leider sind wie fast überall in Spanien Hunde an den normalen Badestränden verboten.

Aber es gibt wunderbare Hundestrände. Wo man seinen Vierbeiner auch ohne Sorge von der Leine lassen kann. Herumtollen im Sand, findet Dexter einfach Klasse.

Als ein Gewitter aufzieht, machen wir uns schleunigst aus dem Staub.

Auch bei den schönsten Wandertouren begegnet man immer wieder der Gedankenlosigkeit mancher Menschen.

Nach anderthalb Wochen auf dem Camingplatz geht es wieder nach Valencia. Diesmal will ich einen guten, lieben Freund vom Flughafen abholen. Zusammen fahren wir nach Oropesa del Mar.

Auch hier muss man feststellen, dass fast die gesamte Küste von Spanien mit Hotels und Ferienanlagen zugebaut ist. Also ein super touristischer Ort. Zum Glück ist noch keine Saison. Viele Restaurants und Bars haben noch geschlossen. Nicht auszudenken, wie es hier zur Hauptsaison aussieht.

So können wir in aller Ruhe Ort und Umgebung erkunden. Nach ein paar Tagen sind wir uns einig, es ist kein Ort wo wir uns länger als eine Woche aufhalten wollen. Für viele Urlauber ist es bestimmt das höchste, aus dem Hotelzimmer quasi an den Strand zu fallen, sich in der Sonne tagelang braten zu lassen, um dann abends von einer Bar zur anderen zu ziehen, für uns jedoch nicht.

Wir fahren weiter nach El Palmar, ein kleiner Ort mit ca. 800 Einwohnern, mindestens 30 Restaurants und einer tollen kleinen Bäckerei.

Die ganze Umgebung ist für ihren Reisanbau und die gute Reisqualität bekannt.

Natürlich darf dann Paella nicht fehlen. Von der Gemüsepaella, die in meinen Augen die Beste ist, die ich je gegessen habe, kann ich gar nicht genug bekommen. Also wird am zweiten Tag dieses hervorragende Restaurant nochmal aufgesucht und.., da man bei guter Qualität keine Kompromisse machen sollte, gibt es das gleiche Gericht ein zweites mal. Und ich finde, dass die Paella noch besser schmeckt als beim ersten mal.

Bevor es wieder nach Valencia zum Flughafen geht, besuchen wir noch ein Naturschutzgebiet. Ein wunderschöner Ort um Vögel zu beobachten.

Mein Plan war es weiter nach Barcelona zu fahren, doch ein Zahn rät mir schleunigst einen Zahnarzt aufzusuchen. Da eh ein Heimatbesuch bei Familie und Freunden geplant ist, beschließe ich Deutschland auch zum Zahnarztbesuch zu nutzen. Sage Barcelona Ade und fahre weiter nach Frankreich. In Narbonne genießen wir die schöne Gegend,

und in Burnhaupt-le-Bas möchte Dexter einen Fahrerwechsel und auch mal an das Steuer. Was ich natürlich nicht erlauben kann, da er ja erst drei Jahre alt ist und noch keinen Führerschein besitzt.

Wieder zurück in Deutschland, gibt es noch einen schönen Sonnenuntergang.

Hola España, ya vengo!

01.02- 21.02.2026

Anfang des Jahres wurde Portugal von einer Reihe heftiger Sturmtiefs heimgesucht, die für schwere Schäden, Überschwemmungen und einige Todesopfer sorgten. Erst Kristin und dann Leonardo sorgten für Schäden in Millionenhöhe.

Kaputte Straßen und abgeknickte Bäume haben mir die Abreise nicht grade vereinfacht. Nach zwei heftigen Tagen mit Hagel und niedrigen Temperaturen sind wir doch noch heil in Spanien angekommen. Nach einem kurzen Zwischenstop in Badajoz, ging es weiter nach Benissa. 

Dort habe ich den Leihwagen abgegeben und in einem wunderbaren kleinen Café den wohl besten Apfelkuchen seit langem gegessen.

Außerhalb von dem kleinen Ort Alcalali

passen wir auf eine kleine Finca von Freunden auf. Leider gibt es hier keinen Strom, und so mache ich mich jeden Tag auf den Weg nach Xaló, um mein Equipment aufzuladen. Nach ein paar Tagen bin ich schon bekannt in dem Ort, und ohne zu fragen stellt mir die immer gut gelaunte Cafebesitzerin meinen Kaffee Americano auf den Tisch. Wie cool ist das denn.

Nachdem es auch hier heftige Winde gab, wird das Wetter besser und die Temperaturen klettern schnell auf 20 Grad. Überall fängt es zu blühen an. Die winzigen, kaum einen halben Zentimeter großen Blüten, strecken der Sonne ihre Köpfchen entgegen.

Auch die Mandelbäume stehen bereits in Blüte, und verzaubern mit ihrer Pracht die schön angelegten Wanderwege.

Leider sind zur Zeit die Raupen des Kiefernprozessionsspinners wieder sehr aktiv. Die feinen, giftigen Haare können Hautreizungen und Allergien bis hin zu schweren Entzündungen bei Mensch und Tier auslösen. Also heißt es, doppelt so viel aufpassen.

Nach langer Dunkelheit gibt es einen wunderschönen Sonnenaufgang.

Und weil der Tag so gelungen war, auch noch einen sehr farbenfrohen Sonnenuntergang.

Zwischen hier und dort

01.01- 31.01.2026

Wie das Jahr 2025 endete, so fängt das Jahr 2026 wieder an. Mit 1-stelligen Temperaturen und viel Regen. Die Tage, wo der Regen mal eine Pause einlegt, kann man an weniger als einer Hand abzählen. 

Kalter Nebel steigt über den Wäldern auf.

Im Gegensatz zu mir, freuen sich die kleinen Molche über nasse Füße. Ein schönes Exemplar ließ sich dann im Dunkeln auch noch „einigermaßen“ gut fotografieren, obwohl es sehr schnell unterwegs war.

Unterwegs ist ein gutes Stichwort. Der Rucksack ist gepackt und bald geht es für uns auch wieder weiter.

Und was nimmt man außer seinen Rucksack noch mit auf Reisen? Natürlich all die schönen Augenblicke, die man in seinem Herzen verankert hat, genauso wie die lieb gewonnenen Menschen, mit ihren kleinen Attitüden und spannenden Geschichten, die es immer wieder schwer machen einen Platz zu verlassen. Geschichten, die sich im Lauf der Zeit mit den Eigenen verbinden und zu neuen noch umfangreicheren Erzählungen und Erlebnissen werden.